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Shoppen über den Wolken – Was man beim zollfreien shoppen beachten muss

Für viele Urlauber ist ein Abstecher in den Duty-Free-Shop bei jedem Reiseantritt auf dem Flughafen ein fester Programmpunkt. Insbesondere Spirituosen, Tabak und Parfüms lassen sich in diesen Geschäften aufgrund ihrer Zoll- und Steuerfreiheit zu teilweise ausgesprochen günstigen Preisen kaufen. Wollen Sie davon profitieren, müssen Sie beim zollfreien Einkauf einige Dinge beachten, ansonsten könnte Ihnen so manches vermeintliche Schnäppchen noch richtig teuer zu stehen kommen.

Was sind Duty-Free-Shops?

Als Duty-Free-Shops, zum Beispiel im Travel Shop am Airport Nürnberg, werden Geschäfte bezeichnet, die sich zwischen zwei Zollstellen befinden. Hauptsächlich sind solche Geschäfte auf Flughäfen und auf Fähren zu finden, früher gab es sie auch vereinzelt an den Außengrenzen unseres Landes. Den Reiz den diese Läden auf viele Verbraucher ausstrahlen liegt in den niedrigen Preisen, die dort für Genussmittel und Kosmetika aufgerufen werden. Diese liegen zum Teil deutlich niedriger, als in gewöhnlichen Geschäften. Grund hierfür ist, dass sich Duty-Free-Shops formell keinem Wirtschafsraum zuordnen lassen. Damit greifen die steuerlichen Regelungen eines Landes nicht mehr, was insbesondere im Falle von Genussmitteln und Kosmetika erhebliche Auswirkungen auf den Preis hat.

So erhebt der deutsche Staat neben der Mehrwertsteuer, die bei allen Produkten erhoben wird, bei beispielsweise alkoholischen Getränken und Tabak sogenannte Verbrauchssteuern. Diese haben sowohl gesundheitspolitische, als auch fiskale Motivationen. Für Verbraucher stellen sie freilich oftmals ein Ärgernis dar. Gerade deshalb erfreuen sich Duty-Free-Shops bei vielen Reisenden so großer Beliebtheit. Nicht nur, dass dort hochwertige Genussmittel zu günstigen Preisen erworben werden können, es entsteht auch das Gefühl, dem Finanzamt ein Schnippchen schlagen zu können.

Das sollten Sie beachten

Natürlich ist sich der Staat der Existenz von Duty-Free-Geschäften durchaus bewusst. Außerdem ist die unterschiedlich hohe Besteuerung vieler Verbrauchsgüter seit jeher ein Thema bilateraler Verhandlungen, entgehen dem Fiskus durch die Einfuhr doch jährlich Milliarden. Aus diesem Grund ist die Höhe des Gesamtwertes der einzuführenden Güter gedeckelt. Nur bis zu einem Gesamtwarenwert von 430EUR po Person dürfen steuerfrei eingeführt werden. Alles darüber wird mit einer Zollsteuer belegt, die die Schnippchen schnell sehr teuer macht. Die Zollsteuer liegt in Deutschland gegenwärtig bei 19% und damit deutlich höher als so manche Verbrauchssteuern. Für Verbraucher, die größere Mengen an Gütern einführen möchten, lohnt es sich deshalb, vor der Einfuhr zum Taschenrechner zu greifen. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass nicht jeder Duty-Free-Shop tatsächlich günstiger ist, als seine innerstädtische Konkurrenz. Oftmals können Supermärkte und Großhändler dieselben, oder auch günstigere Preise anbieten. Ein Vergleich kann also bares Geld sparen.

Checkliste: So kaufen Sie günstig ein

  • Waren aus dem Duty-Free-Shop sind steuerfrei. Dennoch sind nicht alle Produkte wirklich günstiger.
  • Der Zoll beschränkt die Einfuhr steuerpflichtiger Güter auf 430EUR pro Person. Darüber wird es teuer.
  • Auch die Menge der Einfuhr ist beschränkt:Maximal zwei Liter hochprozentigen Alkohol, vier Liter Wein und 200 Zigaretten. Über die genauen Zahlen anderer Güter informiert der Zoll.
  • Bei Einfuhren aus EU-Staaten gelten andere Richtwerte, als aus nicht-EU-Staaten
  • Andere Länder, andere Sitten: Während Kosmetika in Frankreich sehr teuer sind, können Sie diese auf englischen Flughäfen günstig kaufen; Italien ist bekannt für günstige Elektronik; Zigaretten sind überall günstiger

Fazit
Duty Free Shops gibt es an jedem Flughafen. In ihnen lassen sich echte Schnäppchen machen. Dennoch sollten Sie sich vor dem Kauf dringend über gesetzliche Bestimmungen informieren um im Nachhinein keine böse Überraschung zu erleben.


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