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Gold als Geldanlage

Verfasst am: 15. Februar 2012 um 10:55

Schon immer galt Gold als eine sehr sichere Anlage. Insbesondere in Krisenzeiten gibt es vermehrt Anleger, die in Gold als Kapitalanlage investieren. Diejenigen, die ihr Geld bereits vor der Pleite Griechenlands schon in Gold investiert haben, profitierten im Nachhinein enorm von den hohen Zuwächsen. Ähnlich verhielt es sich auch bei anderen Krisen. Daher haben Edelmetallhäuser gerade in unsicheren Zeiten einen sehr hohen Ansturm an neuen Kunden zu verzeichnen, die gerne Gold kaufen und sich damit absichern möchten. Oftmals können die Verkäufer den Bedarf gar nicht mehr decken, weil die Nachfrage einfach zu groß ist. Wie sicher jedoch ist die Anlage in Gold wirklich und wann sollte man es am besten kaufen? Diese Fragen sind nicht immer leicht zu beantworten, da viele Faktoren eine Rolle spielen. Es gibt nämlich viele verschiedene Möglichkeiten beim Anlegen. Gold lässt sich physisch kaufen, also in Form von Goldmünzen oder auch Goldbarren. Doch auch Goldminenfonds lassen sich kaufen und damit sogar Zinsen erwirtschaften. Ebenso besteht die Möglichkeit der Anlage durch Zertifikate und auch Hebelpapiere, die mit gewissen Risiken behaftet sind. Letztendlich muss jeder Anleger für sich die passende Anlageform herausfinden. Dabei sollte man auch immer die jeweiligen Kosten und Risiken betrachten bevor man investiert.

Kosten beim Goldkauf und was man dabei sonst noch beachten sollte

Im Grunde dient das Kaufen von Goldmünzen und -barren lediglich der Absicherung für den Fall einer Inflation, bei welcher Nominalanlagen wie etwa Tagesgeld immer weniger wert werden. Gekauft werden kann Gold nicht nur bei den Edelmetall Häusern, sondern selbstverständlich auch bei allen größeren Banken. Der Kauf von Gold ist allerdings nicht unbedingt sonderlich günstig. Gerade wenn man nur geringe Mengen kauft, so muss man mit besonders hohen Aufschlägen rechnen. Der Aufschlag ist dabei bei einem Ein Gramm Barren doppelt so hoch wie der eigentliche Kaufpreis. Ebenfalls kommen noch hohe Lagerungskosten hinzu, die nicht sehr günstig sind und für den einen oder anderen Anleger einfach nicht machbar sind. Es lohnt sich demnach mehr eine größere Menge zu kaufen. Häufiger wird angeraten, lieber in Gold-Zertifikate und die Gold-ETFs zu investieren, da diese Wertpapiere günstiger sind. Außerdem sind sie oftmals die bessere Wahl bei der Spekulation. Seit den Jahren 1999 und 2000, in denen der Wert von Gold sehr gering war und dabei einen Tiefstand von 252,90 US Dollar hatte, ist er wieder stetig gestiegen. Gerade in den letzten Jahren hat er die Grenze von 1600 US-Dollar pro Unze überschritten und macht nicht den Anschein als würde er in den kommenden Jahren wieder sinken. Der Kauf mag sich momentan vielleicht lohnen, doch sollte man nicht zu lange damit warten. Es kann von Vorteil sein, zu wissen, dass Zentralbanken und auch Goldminen Gesellschaften den Preis von Gold beeinflussen können, der in London festgesetzt wird. Die Verleihung und der Verkauf von Gold beispielsweise sorgen für das Sinken des Goldpreises. Genauso hilft dabei auch die Produktion. Für das Steigen des Preises ist das Aufkaufen des Goldes durch die Zentralbanken oder die Drosselung der Goldproduktion verantwortlich. Dringend angeraten vor dem Kauf von Gold wird es auch, einen Blick auf die Entwicklung des Ölpreises zu werfen, sowie den Kurs des US Dollars, denn Gold wird in dieser Währung gehandelt. Korrekturen des Goldpreises eignen sich hervorragend als Einstiegsmöglichkeiten für eine Anlage in Gold.

Nachteile der Goldanlage

Wer sein Geld in Gold anlegen möchte, sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass das Investieren in Edelmetalle keine Erträge mit sich bringt. Eine Festgeldanlage hingegen bringt auch Erträge in Form von Zinsen. Insofern ist man als Anleger in Gold lediglich auf die Gewinne angewiesen, die eine Kursänderung des Goldwertes mit sich bringt. Daher bleibt die Goldanlage eine sehr große Spekulationssache. Die größten Risiken beim Kauf von Gold birgt die große Nachfrage danach, die den Goldpreis in die Höhe schnellen lässt, da die Nachfrage enorm hoch ist, sobald es auch nur leichte Schwankungen an den Börsen gibt. Sollte die Nachfrage jedoch wieder sinken, was in besonders sicheren Zeiten durchaus der Fall sein kann, so ist mit sehr großen Verlusten zu rechnen. Sicher ist eine Anlage in Gold also lediglich für diejenigen, die zur richtigen Zeit kaufen, also am besten bevor eine Finanzkrise kommt. Jedoch kann man diese nicht immer so leicht voraussehen, was die Investition besonders unsicher macht. Besonders negativ ist das Investieren in eine einzige Form der Anlage. Möchte man beispielsweise in physisches Gold wie etwa Goldbarren anlagen, so sollte man sich zusätzlich noch absichern, in dem man etwa Goldminenfonds kauft oder Geld in andere Wertpapiere anlegt. Ebenfalls wichtig ist, nicht zu einer Zeit zu kaufen, in der der Wechselkurs von Euro und US Dollar schlecht ist, denn dieser ist mitbestimmend für den Goldwert, da dieser bekanntermaßen in US Dollar bemessen wird. An dieser Stelle hat bereits der ein oder andere einen schlechten Kauf getätigt.

Investition in Goldzertifikate und Hebelpapiere

Viele verschiedene Zertifikate können von Anlegern erworben werden. Auch Gold Zertifikate, die den Goldwert nachbilden. Jedoch unterliegen auch Zertifikate den Änderungen des Wechselkurses. Für Anleger besteht hier jedoch die Möglichkeit, sich dagegen zu schützen, indem sie ein Zertifikat mit dem Zusatz „Quanto“ erwerben. Jedoch ist die Absicherungsgebühr nicht besonders gering und beträgt 1,7% pro Jahr, hat jedoch eine endlose Laufzeit. In Stuttgart lassen sich etwa 150 unterschiedliche Goldzertifikate finden. Einige dieser Wertpapiere bieten jedoch begrenzte Gewinnmöglichkeiten. Solche Papiere nennen sich Discount- oder aber auch Capped Bonus Zertifikate. Dabei entgeht dem Anleger am Laufzeitende der Aufschlag auf den Goldpreis, wenn dieser über der zuvor vereinbarten Grenze liegt. Auch Hebelpapiere können erworben werden. Diese Wertpapiere haben sehr starke Kursschwankungen, viel stärkere als Gold und andere Basiswerte, zu denen sie Bezug haben. Durch den Hebel lassen sich sehr schnell extrem hohe Gewinne, wie auch Verluste erwirtschaften. Sie sind also oftmals noch spekulativer anzusehen als das physische Gold. Zu den Hebelpapieren gehören die berüchtigten Knock-out-Papiere, die nahezu wertlos werden sobald der Basiswert eine zuvor festgelegte Grenze überschreitet. Auch Optionsscheine gehören dazu. Die meisten Scheine an der Stuttgarter Börse sind mit 60% die Hebelpapiere. Wichtig wenn man hier rein investieren möchte ist, dass die Bank, über die sie laufen, Bonität besitzt. Denn sollte die Bank Insolvenz anmelden, so sind Zertifikate und Hebelpapiere nicht geschützt.


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